Zeitungsartikel:

Blumenwiese erblüht im Schnee, Neue Obwaldner Zeitung 7. Februar 2013

Im Turmhaus fühlen sich 3 Generationen wohl, Neue Obwaldner Zeitung 17. August 2012

Kinderfasnacht in Sachseln, Neue Obwaldner Zeitung 17. Februar 2012

Eröffnung Kinderkrippe Rapunzel, Obwaldner und Nidwaldner Zeitung 25. Oktober 2011

 

7. Februar 2013 | Neue Obwaldner Zeitung

Blumenwiese erblüht im Schnee

SACHSELN Fantasieblumen sorgten an der Kinderfasnacht für viele Farbtupfer. Erst recht wegen des Schnees.

Das waren wohl eher Schneeglöggli. Von Frühling – zumindest in den Gärten – keine Spur. Der Familientreff Sachseln hatte für die diesjährige Kinderfasnacht das Motto «Auf der Blumenwiese» herausgegeben. Der Winter sorgte am Schmutzigen Donnerstag für weisse Dekoration rund um den Dorfplatz. Umso bunter nahmen sich die vielen Fantasieblumen auf der Strasse aus.

20 Gruppen trotzten den winterlichen Naturgewalten und liessen sich nicht verdriessen. Die Sachsler Kinderfasnacht ist geprägt von Fantasie und Einfallsreichtum. Da waren Imker mit Bienenstöcken, eine ganze Erholungswiese, eine Hippie-Familie, Vogelscheuchen, Maulwürfe und Gärtner unterwegs, die die Kanne gleich als Maske trugen.

Kinderblumen Fasnacht Sachseln

Foto: Obwaldnerzeitung 07.02.2013

Fasnacht im Dorf macht Spass

Auch Zwergli mit selbst gebastelten Laubsaugern und Motorsensen «räumten» auf. «Gärtnern mit Stil» war das Motto von Yvonne und Reto Odermatt aus Flüeli-Ranft, die mit ihren Kindern Silvan und Pius und Verstärkung von den Zwärgli Louisa und Sophia Scherer von daheim zum Schulhaus gelaufen waren. «Fasnacht im Dorf, da macht man einfach mit, das macht Riesenspass», fand Yvonne Odermatt. Offensichtlich ist der Funke übergesprungen. Der Jury machten die Flüäli Zwärgli auch Freude, und sie gewannen in der Kategorie «mittlere Gruppen». Ebenfalls prämiert wurden die Rapunzelbienli von der Kinderkrippe Rapunzel wie auch die Schmetterlingsfreunde von Katja von Ah in der Kategorie «Kleingruppen». Bei Würstli und Brot wurde es dann im Mattlisaal zu den Klängen von den Izipanizis und den Stollä-Gusler auch schnell wieder warm.

Marion Wannenmacher

 

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17. August 2012 | Neue Obwaldner Zeitung

Im Turmhaus fühlen sich drei Generationen wohl

Wo früher der Landammann regierte, betreut Franziska Spichtig Kinder. Betreuung und Alltagsleben sind hier unter einem Dach.

Im Turmhaus in Sachseln läuft immer etwas. «Heute haben wir eine Raupe gefunden», erzählt Franziska Spichtig. Seit vergangenem Oktober betreibt die diplomierte Kindergärtnerin in ihrem Wohnhaus die Kinderkrippe Rapunzel, welche bis zu sechs Plätze anbietet für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zur sechsten Primarklasse. Die Kindertagesstätte ist von Montag bis Donnerstag zwischen 7 und 19 Uhr geöffnet, auf Anfrage bietet sie auch Nacht- und Wochenendbetreuung an.

Ein heimisches Umfeld Die Kinderkrippe Rapunzel hat mit der Gemeinde Sachseln eine Leistungsvereinbarung und kann somit Sozialtarife anbieten. Das heisst, wenn sich Eltern nicht den vollen Tarif leisten können, übernehmen die jeweilige Wohngemeinde und der Kanton je zur Hälfte die Differenz. «Das Besondere an Rapunzel ist, dass die Krippe nicht in einer künstlich errichteten Umgebung, sondern in einer natürlichen, lebendigen, familiären Atmosphäre integriert ist. Am Mittag essen wir zum Beispiel alle gemeinsam – die Krippenkinder, meine eigenen Kinder, der Grossdädi und ich», erzählt sie. Auch die Räumlichkeiten teilen sie und ihre eigenen Kindern mit den «Gästen». Dafür ist das geschichtsträchtige Haus (im Mittelalter stand an dieser Stelle der Sitz des Landammanns) mit seinem grossen Umschwung ideal – die Kinder bewegen sich frei zwischen Garten, Hühnerhof, Schildkrötengehege, Piratenhütte und Sandkasten. «Kinder suchen immer und überall in erster Linie das Leben und uns als Repräsentanten dieses Lebens. Wir sollen für die Kinder erlebbar werden, so wie wir sind, möglichst unverstellt. » Die Krippenleiterin zählt nachahmenswerte Tätigkeiten wie Kochen, Filzen, Geschichtenerzählen und Spielen, Singen, Sägen oder das Bebauen des Gartens auf. Durch das Füttern, Misten und Pflegen der Tiere sollen die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und eine Beziehung zu anderen Lebewesen aufzubauen. Zu ihren pädagogischen Schwerpunkten gehört etwa, das Bedürfnis der Kinder, sich geistig und körperlich in ihrem eigenen Tempo zu entwickeln, zu respektieren oder für eine strukturierte Umgebung zu sorgen. Aktuell betreut sie sieben Kinder, im Schnitt sind pro Tag zwei bis drei der sechs Plätze belegt. Die meisten Kinder kommen aus Sachseln, einzelne aber auch aus anderen Gemeinden oder aus Nidwalden.

Kinder spielen

Mit dem Start zufrieden Die Kindertagesstätte sei für sie eine ideale Lösung, um das Muttersein mit ihrem Beruf und ihrer Erwerbsquelle zu kombinieren. Ihr Ziel, von der Kindertagesstätte Rapunzel leben zu können, habe sie damit noch nicht erreicht. «Erfahrungsgemäss braucht es dafür rund zwei Jahre Aufbauarbeit. Ich bin zufrieden, wie es bisher angelaufen ist. Bereits seit einem halben Jahr habe ich konstant sieben Kinder pro Woche. Ich bin zuversichtlich, dass der Bedarf noch wächst.»

Matthias Piazza matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

 

 

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17. Februar 2012 | Neue Obwaldner Zeitung

Wild, wilder, wildwest ist die Kinderfasnacht

Mit lauten Schüssen und Feuer auf den Wagen zogen am Schmutzigen Donnerstag Cowboys und Indianer durch die Strassen von Sachseln.

Klein, aber fein war er auch dieses Jahr wieder, der Umzug der Kinderfasnacht in Sachseln. Das Motto «Im Wilden Westen» hatte zahlreiche Familien aus der warmen Stube vor das Schulhaus Türli gelockt. 19 Gruppen, davon drei mit über zehn Teilnehmern, meldeten sich beim Umzugskomitee. Das waren 130 grosse und kleine Fasnächtler. Seit 22 Jahren organisiert der Familientreff Sachseln nun schon die Kinderfasnacht.
Jedes Jahr wieder finden sich Familien zusammen und lassen Fantasie und Kreativität freien Lauf. Die Sachsler rund um den Dorfplatz bekamen Lucky Luke mit den Daltons zu sehen, einen Saloon auf Rädern, gar ein komplettes Wigwam mit Feuer vor dem Zelt wurde an ihnen vorbeigezogen. Und viele Rösser trotteten durch Sachseln-City. Für Stimmung sorgten die einheimischen Guuggen Izipanizis und Stollä-Gusler.

Marion Wannemacher

 

 

 

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25. Oktober 2011 | ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung

Spielen im Prinzessinnenturm

Kinderkrippe Rapunzel öffnet ihre Tore

Den ältesten Sachslern ist das Turmhaus in Edisried noch ein Begriff – und bald auch wieder den jüngsten. Ab dem 31. Oktober öffnet dort die Kinderkrippe Rapunzel ihre Tore.

Vom Wohnturm zum Turmhaus zur Kinderkrippe: In ihrem Haus am Turmmattweg 4 bietet Krippenleiterin Franziska Spichtig viel Platz für Kind und Tier.

Fotos: Sylvie Eigenmann

«Ich habe mir immer eine grosse Familie gewünscht», sagt Franziska Spichtig, die nebst drei eigenen Kindern noch ein Pflege- und ein Tageskind betreut. Nun hat die diplomierte Kindergärtnerin einen Weg gefunden, die Kinderbetreuung mit ihrem Beruf und ihrer Erwerbsquelle zu kombinieren: In ihrer just eröffneten Tagesstätte Rapunzel im alten Turmhaus Sachseln wird sie sich ab dem 31. Oktober um bis zu sechs Kinder kümmern – die Jüngsten müssen mindestens sechs Monate alt sein, die Ältesten gehen in die 6. Primarklasse. Franziska Spichtig wird von 7.00 bis 19.00 Uhr mit ihnen spielen, kochen, essen und Hausaufgaben machen, bei Bedarf auch an Wochenenden und in der Nacht. Das Haus am Turmmattweg 4 mit seinem grossen Umschwung ist dafür ideal.

Familiär und naturnah

Die Kindertagesstätte ist in den Haushalt der Familie Spichtig integriert: Die Krippenleiterin selbst und ihre Kinder teilen ihre Räumlichkeiten mit den betreuten Kindern. Auch sonst hat Franziska Spichtig der Tagesstätte ein eigenes, klares Profil gegeben: Sie will einen authentischen Lebensraum schaffen, in dem den Kindern nachahmenswerte Tätigkeiten vorgelebt werden. Darunter zählt sie Aktivitäten wie kochen, filzen, Geschichten erzählen und spielen, singen, sägen oder den Garten bebauen. Das Spielzeug ist aus Naturmaterialien – von sterilen Räumen mit Plastikspielsachen hält sie nichts. Das Spielen und Bewegen im Freien gehört ebenfalls zum täglichen Programm; im Garten gibt es genügend Platz, zwischen Gaden, Piratenhütte und Tiergehegen herumzutoben. Auch das Zusammenleben mit den Tieren wird in den Tagesablauf der Kinder einbezogen: Um das Haus herum tummeln sich Hühner und Schildkröten, eine Katze gehört dazu, ab nächstem Jahr sollen Hasen hinzukommen. «Tiere haben einen grossen therapeutischen Effekt», weiss Franziska Spichtig. Durch das Füttern, Misten und Pflegen der Tiere sollen die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und eine Beziehung zu anderen Lebewesen aufzubauen. Auch die Küche spiegelt Spichtigs Überzeugungen wider: In der Kinderkrippe Rapunzel wird saisonal, biologisch und vegetarisch gegessen.

Hat die Schildkröte heute einen Schleier vor den Augen? Krippenleiterin Franziska Spichtig lässt die Kinder eine Beziehung zum Tier aufbauen.

Sie werden ihr Haus mit den betreuten Kindern teilen: Wanja (links) und Merlin Spichtig freuen sich auf ihre neuen Gspändli.


Begleitung statt Animation

Franziska Spichtig will mit gewissen Regelmässigkeiten, verbunden mit kleinen und grossen Ritualen, den Kindern ein Gefühl für einen rhythmisch strukturierten Tagesablauf geben. «Aber was dazwischen passiert, kommt auf die Kinder an», sagt sie. Sie sieht sich nicht in der Rolle der Animatorin, sondern will die Kinder begleiten, damit sie selbst aktiv sein können. Dieses Konzept überzeugt sie, und ihre Visionen will sie umsetzen: «Wenn ich etwas mache, mache ich es gerne richtig – und ich denke, hier habe ich eine Möglichkeit, alles so zu machen, wie es mir richtig erscheint.» Am Samstag, 22. Oktober, konnten sich Gross und Klein an der Eröffnung ein Bild vom Haus machen, vom drei Meter langen Rapunzel-Zopf schnausen und sich das dazugehörende Märchen von der Legenden- und Märchenerzählerin Runa Durrer-Imfeld noch einmal vor Augen führen lassen. Franziska Spichtig freut sich auf ihre Zukunft mit den Krippenkindern: «Wir sind mitten im Leben.»

Spielen, basteln, toben: An der Eröffnung waren Jung und Alt willkommen.

Fotos: Eingesandt

Legenden- und Märchenerzählerin Runa Durrer-Imfeld erzählt die Geschichte von Rapunzel.

 

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